Was ist Hamam?

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Foto von einer Frau und einem Mann im Hamam

Hamams gehören in erster Linie in der Türkei, in arabischen Ländern und im Iran zu den wichtigen kulturellen und traditionellen Ritualen der Körperpflege. In jenen Gebieten lautet die richtige Schreibweise „Hammām“. Im Großen und Ganzen handelt es sich bei Hamam um ein Dampfbad. Damit Sie bei Ihrem nächsten Türkei-Urlaub wissen, ob Sie sich einer Hamam-Behandlung unterziehen wollen, informieren wir Sie im Folgenden darüber, was man sich darunter vorstellen darf. 

Was ist Hamam und wie läuft das ab?

Zu Beginn des Hamams bekommt man ein rot-weiß-kariertes Tuch, in das man sich einwickeln kann oder worauf man sich setzt. In manchen Einrichtungen darf man, bevor es losgeht, noch einige Minuten in die Sauna. An den Wänden des Raumes, in denen Frauen oder Männer das Hamam wahrnehmen, sind Wasserbecken platziert, neben denen man Platz nimmt. Meist sind sogenannte „Tellaks“ vor Ort, die sich um die Behandlung kümmern. Diese gießen den Kunden zuerst warmes Wasser über den ganzen Körper. 

Im Zentrum des Raumes befindet sich eine große, runde Liegefläche aus Marmor oder einem anderen Stein, auf den man sich nach der „Dusche“ legt. Er ist angenehm warm, das hat den Effekt, dass sich die Poren öffnen und die Haut auf die weitere Behandlung vorbereitet wird. 

Während man nun auf diesem „Nabelstein“ relaxt, wird man mit einem speziellen Handschuh gepeelt. Die Durchblutung wird angekurbelt und abgestorbene Hautzellen oder Schüppchen werden abgetragen. Im Anschluss daran wird mit einer Art Polster Schaum auf die Haut aufgetragen und der Tellak wäscht die anwesenden Frauen oder Männer. 

Zusätzliche Schritte

Wenn man möchte, kann man sich nach dem Hamam noch massieren lassen oder sich super entspannen, während man eine Gesichtsmaske aufgetragen bekommt. Auch die Füße und Hände werden einem auf Wunsch oft massiert.

Besonderes Extra: Nach meiner Hamam-Behandlung, die ich in der Türkei wahrgenommen habe, wurde mir sogar noch ein Glas echter türkischer Tee angeboten und ich durfte ihn in einem separaten Raum auf Holzliegen, die selbstverständlich gepolstert waren, genießen.  

Hamams sind auf jeden Fall weiterzuempfehlen. Wenn man so etwas noch nicht gemacht hat, fragt man sich gewiss was ein Hamam ist, weil man sich unter dem Namen nicht viel vorstellen kann. Doch man braucht wirklich keine Scheu zu haben, die Tellaks sind ausgesprochen freundlich und das wohlige Gefühl danach ist unbeschreiblich.

Die Haut fühlt sich auch Stunden später noch total weich an. Ich kann es Ihnen also nur empfehlen, sich den Genuss eines Hamams zu gönnen und die Gedanken dabei schweifen zu lassen.

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