Künstliche Befruchtung

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Künstliche Befruchtung wird für immer mehr Frauen ein Thema

Unter einer künstlichen Befruchtung versteht man eine assistierte Reproduktion, also einen medizinischen Eingriff zur Herbeiführung einer Schwangerschaft.

Hierbei wird unterschieden: Einerseits gibt es die Möglichkeit, die Befruchtung der Eizelle im Körper der Mutter durchzuführen, indem das Sperma des Vaters (oder eines Spenders) günstig im Körper der Mutter platziert wird. In diesem Fall wird von einer Insemination gesprochen. Andererseits gibt es die sogenannte In-vitro-Fertilisation. Bei dieser Methode wird die Zusammenführung von Eizelle und Spermium im Reagenzglas, also außerhalb des Körpers der Mutter, herbeigeführt. Sollten diese Spermien über eine ausreichende Beweglichkeit verfügen, werden diese im Reagenzglas platziert und sollen dabei selbst den Weg zur und in die Eizelle finden. Bei eingeschränkter Beweglichkeit der Spermien gibt es die Möglichkeit, eine sogenannte intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) durchzuführen. Dabei werden die Spermien in die Eizelle injiziert.

Erfüllter Kinderwunsch dank künstlicher Befruchtung

Künstliche Befruchtungen werden in der Regel dann ins Auge gefasst, wenn ein Paar mehr als ein Jahr ungewollt kinderlos bleibt. Selbstverständlich sind bei den Überlegungen alle eventuellen Risiken, finanzielle Aspekte und rechtliche Gegebenheiten abzuklären und Entscheidungen immer in Zusammenarbeit mit Ärzten zu treffen.

Sie sollten sich aber auch für sich selbst und mit Ihrem Partner gemeinsam vor Augen führen, dass der Schritt zu einer künstlichen Befruchtung auch mit vielen Belastungen emotionaler Natur einhergehen kann. Nicht jeder Versuch führt gleich zum Erfolg und mögliche Niederlagen können ein nicht zu unterschätzendes Risiko für die Partnerschaft bedeuten.

Samenspende in Österreich erlaubt

In Österreich ist die Samenspende wie oben erläutert, erlaubt. Die Eizellspende hingegen verboten. Kinderwunschkliniken arbeiten in diesen Fällen mit ausländischen Einrichtungen zusammen, um auch solche Methoden nicht ausschließen zu müssen.

Seit 1978 gibt es die künstliche Befruchtung

Ihr Frauenarzt oder Ihre Frauenärztin wird Sie nach einem längeren Zeitraum, indem Sie ungewollt kinderlos geblieben sind, eingehend beraten und Sie an Spezialisten in diesem Bereich vermitteln. Interessant zu wissen ist vielleicht, dass seit dem ersten Retortenbaby im Jahr 1978 mehrere Millionen Babys durch diese Methode das Licht der Welt erblickt haben. Ungefähr 250.000 Babys werden heutzutage weltweit jährlich nach einer künstlichen Befruchtung zur Welt gebracht.

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