Sind Frauen die besseren Investoren?

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Frauen besitzen um die 5 Billionen US Dollar. Besonders kurios: Frauen investieren nicht. Somit ist es keine große Überraschung, dass die Branche einen neuen Markt wittert und immer mehr Start-ups gegründet werden, die Frauen dabei helfen wollen, wie sie das Geld gewinnbringend anlegen können. Eines dieser Start-ups wurde 2014 von Sallie Kravcheck gegründet, einer Wall Street-Branchengröße, die bei den Banken Bank of America und Citigroup als CEO tätig war.

Gibt es Konzepte für Frauen?

Sallie Kravcheck weiß, dass die größte Schwäche der Finanzbranche der Frauenmangel ist. „Es ist ein Mythos wenn wir sagen, Frauen interessieren sich nicht für Investments“, so Kravcheck. „Bisher hat es die Finanzindustrie nur nicht geschafft, dass die Frauen angemessen angesprochen werden.“ Zudem sei ein weiteres Problem, dass vier von fünf Finanzberatern männlich wären – des Weiteren sei die Finanzbranche geprägt von Gebärden und Vokabular aus Krieg und Sport. Mit „Ellevest“, einer digitalen Investmentplattform, die von Frauen für Frauen gegründet wurde, hat Kravcheck viele Damen angesprochen und ermutigt, doch noch Geld anzulegen. Die größte Herausforderung? Ein Konzept zu finden, das vorwiegend Frauen anspricht. So berücksichtigt das Start-up die „weibliche Einkommenskurve“, die in der Regel flacher verläuft, die Karrierepause wegen dem Kind und auch den Umstand einer deutlich höheren Lebenserwartung. „Derartige Aspekte werden von den männlichen Finanzberatern nicht berücksichtigt, sodass es keine Überraschung ist, dass Frauen extrem viel Geld verlieren, wenn sie das falsche Konzept verfolgen.“

Studien belegen: Frauen machen mehr Gewinn

Frauen unterscheiden sich aber nicht nur im Bereich der finanziellen Anforderungen von den Männern – Unterschiede gibt es auch bei der Einstellung zu Anlagen und Geld. Vor allem im Bereich Risikobereitschaft würden Frauen ganz anders als  Männer denken. So zeigen die Ergebnisse einer Studie der australischen Vermögensverwaltung „nab asset management“ deutlich, dass Männer ein weitaus höheres Risiko als Frauen eingehen. Der Grund? Die anatomischen Unterschiede im Gehirn. Der Umstand, dass andere Regionen aktiviert werden, macht Frauen auch zu den besseren Investoren. Das belegen auch die Zahlen: Weibliche Anleger machen in der Regel mehr Gewinn als Männer; in schlechten Jahren zudem weniger Verlust als die männlichen Anleger. Das wirklich große Problem an der Sache? Den Frauen ist erst gar nicht bekannt, dass sie die besseren Investoren sind. Doch auch wenn Frauen die besseren Investoren sind, so sollte man nicht nur aufgrund des Geschlechts sein Geld in Aktien oder CFDs stecken – zu Beginn gilt es Wissen anzueignen. Ein kostenloses Demokonto sorgt des Weiteren dafür, dass man ganz ohne Risiko tiefer in die Materie eintauchen und so den Markt noch besser kennenlernen kann.

Frauen verlieren „100 US Dollar pro Tag“

Sallie Kravcheck weiß, dass das Geld der Frauen oft nur auf dem Bankkonto gebunkert wird. „Wir wissen, dass es eine große Investment-Lücke gibt, die vor allem den Frauen extrem teuer zu stehen kommt.“ Je nach Einkommen entgehen den Frauen mehrere Millionen – pro Jahr. „Verdient eine Frau 85.000 US Dollar im Jahr, so wird sie die 20 Prozent zur Seite legen. Liegt das Geld am Bankkonto und wird nicht veranlagt, so entgehen ihr pro Tag 100 US Dollar.“ Aber nicht nur den Frauen entgeht Geld – auch den Fondsverwaltern. Das ist wohl auch der Grund, warum immer mehr Gesellschaften „Konzepte für Frauen“ anbieten.

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